Kurztitel

Wärmeschutzverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 135/1980 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 113/2006

§/Artikel/Anlage

§ 6

Inkrafttretensdatum

12.05.1982

Außerkrafttretensdatum

31.12.2006

Beachte

 

Bezugszeitraum: ab 1. 1. 1982 (Art. II BGBl. Nr. 222/1982)

Text

Anlagen zur Nutzung der Biomasse

 

§ 6. (1) Anlagen zur ausschließlichen Verfeuerung von biogenen Rohstoffen und biogenen Abfällen (Biomasse) umfassen

1.

Aufbereitungseinrichtungen (zB Zerkleinerung, Trocknung, Pelletierung der Biomasse),

2.

Speicherungseinrichtungen für die aufbereitete Biomasse (Silos, Speicherbehälter),

3.

ortsgebundene Transporteinrichtungen für die aufbereitete Biomasse (Transporteinrichtungen zwischen Aufbereitung, Speicher und Feuerungseinrichtung),

4.

die Feuerungseinrichtung,

5.

Meß-, Steuer- und Regeleinrichtungen zum Betrieb der Anlage,

6.

Warmwasserspeicher, die dem Ausgleich von Wärmeproduktion und Wärmebedarf dienen.

(2) Begünstigt sind auch Aufwendungen für die Umrüstung von bestehenden Feuerungsanlagen auf die ausschließliche Verfeuerung von Biomasse und Aufwendungen für Zusatzausrüstungen zur Verbesserung bestehender Anlagen zur Verfeuerung von Biomasse und Anlagen zur Umwandlung von Biomasse in Sekundärenergieträger. Begünstigt ist auch die Installation von Holzkachel-, Holzdauerbrand- und Sägespäneöfen.

(3) Die Anschaffung oder Umrüstung der Anlagen mit Ausnahme von Kachelöfen ist dann energiewirtschaftlich zweckmäßig, wenn die verwendeten Anlagen (Kompaktanlagen) oder Anlagenteile typen- oder baumustergeprüft sind; die Bestimmungen des § 1 sind nicht anzuwenden. Diese Voraussetzung ist durch Vorlage einer Bestätigung des ausführenden Unternehmens nachzuweisen. Bis zum 31. Dezember 1982 können an Stelle dieser Bestätigung auch Zeugnisse staatlich hiezu autorisierter Prüfanstalten vorgelegt werden. Weiters ist eine Bestätigung des ausführenden Unternehmens über die sachgemäße Montage erforderlich.

(4) Bei der Installation eines Kachelofens muß vom ausführenden Unternehmen bestätigt werden, daß der Kachelofen seiner Konstruktion nach als Holzofen ausgeführt und sachgemäß montiert wurde. Die Installation eines Kachelofens ist nur insoweit energiewirtschaftlich zweckmäßig, als der Kachelofen pro Kubikmeter des von diesem Ofen beheizten Raumes nicht mehr als 0,03 m2 Kachelfläche aufweist und der Rechnungsbetrag pro Quadratmeter installierter Kachelfläche 8 000 S nicht übersteigt; die Bestimmungen des § 1 sind nicht anzuwenden. Die Kubikmeter beheizten Raumes, die Kachelfläche und der Quadratmeterpreis sind durch eine Bestätigung des ausführenden Unternehmens nachzuweisen.