Kurztitel

Weingesetz 1985

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 444/1985 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 141/1999

§/Artikel/Anlage

§ 28a

Inkrafttretensdatum

01.09.1995

Außerkrafttretensdatum

23.07.1999

Beachte

 

materiell derogiert durch BGBl. I Nr. 141/1999

Text

Landwein

 

§ 28a. (1) Tafelwein darf unter der Bezeichnung „Landwein'' in Verkehr gebracht werden, wenn

1.

er ausschließlich aus Trauben bereitet wurde, die in einer einzigen Weinbauregion geerntet wurden;

2.

er ausschließlich aus Qualitätsweinrebsorten gemäß § 29 Abs. 5 bereitet wurde;

3.

der Saft der Trauben ein Mostgewicht von mindestens 14 Grad KMW aufgewiesen hat;

4.

er die der Bezeichnung entsprechende und typische Eigenart aufweist;

5.

der Gehalt an zuckerfreiem Extrakt mindestens 17,0 g/l beträgt;

6.

der Gehalt an Asche bei Weißwein und Rosewein mindestens 1,30 g/l, bei Rotwein mindestens 1,60 g/l beträgt;

7.

die Hektarhöchstmenge (§ 27a) nicht überschritten wurde.

(2) Auf dem Etikett ist der Name der Weinbauregion, in der die bei der Bereitung des Weins verwendeten Trauben geerntet wurden, anzugeben. Die Verwendung des Namens einer kleineren geographischen Einheit ist unzulässig.

(3) Die Gemeinde oder der Ortsteil, in dem der Abfüller oder der Versender oder eine natürliche oder juristische Person oder Personenvereinigung, die an der Vermarktung des Weines beteiligt waren, ihren Hauptsitz haben, ist in der Etikettierung in Schriftzeichen anzugeben, die höchstens halb so groß sind wie die für die Angabe der Weinbauregion verwendeten.