Kurztitel

Markscheideverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 69/2001 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 437/2012

§/Artikel/Anlage

§ 28

Inkrafttretensdatum

01.03.2001

Außerkrafttretensdatum

31.01.2013

Text

Genauigkeit - Orientierungsvermessungen

§ 28. (1) Orientierungsvermessungen, die der Lageorientierung des untertägigen Lagenetzes dienen, sind so durchzuführen, dass bei den untertägigen Anschlusspunkten eine Punktlagegenauigkeit von +-0,10 m eingehalten wird. Bei der Abgabe von Richtungen nach unter Tage durch Schachtlotung muss eine Genauigkeit von +-1 Neuminute (0,01 gon) oder von +-30 Sekunden eingehalten werden.

(2) Das untertägige Höhennetz ist bei Teufenmessungen in seigeren Grubenbauen so an das System der Landesvermessung anzuschließen, dass die Differenz zweier unabhängiger Messungen den Betrag von

 

d [mm] = 5 + 0,125 L

nicht überschreitet. Hierin ist L die Messstrecke in m.

(3) Bei der Übertragung der Höhe durch ein geometrisches Nivellement (Doppelmessung) ist eine Genauigkeit von mindestens +-10 mm/km einzuhalten.

(4) Wird die Höhe durch ein trigonometrisches Nivellement übertragen, so ist der Höhenunterschied jeder Seite aus beiden Endpunkten zu bestimmen und sind die Vertikalwinkel in beiden Fernrohrlagen zu messen, sofern nicht elektronische Instrumente die Korrektur der Instrumentenfehler in einer Fernrohrlage vorsehen. Diesfalls ist eine zweite Zielung vorzunehmen. Eine Genauigkeit von mindestens +-20 mm/km ist einzuhalten.