Kurztitel

Gesetz betreffend die Schießstandsordnung

Kundmachungsorgan

GVBlTirVbg.Nr. 26/1913 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 191/1999

§/Artikel/Anlage

§ 28

Inkrafttretensdatum

31.05.1913

Außerkrafttretensdatum

31.12.1999

Text

§ 28.

Kaisergaben.

 

Zur Abhaltung von kaiserlichen Fest- und Freischießen auf den k. k. Landeshaupt-, Haupt- und Bezirksschießständen - Kaisergabenschießen - werden jährlich aus dem Staatschatze 10.000 K "Kaisergaben" bewilligt. Die Verteilung dieser Kaisergaben und die angemessene Auswahl der Schießstände unter Zugrundelegung eines vierjährigen Turnus ist den Landesoberstschützenmeistern im Einvernehmen mit dem Landesverteidigungskommando überlassen. Das Ausschießen hat hauptsächlich auf Distanzen von wenigstens 300 Meter zu erfolgen; das Landesverteidigungskommando wird im Einvernehmen mit den Landesoberstschützenmeistern auf Grundlage der Schießordnung diesbezüglich fallweise Anordnungen erlassen. Die Schlußbestimmung des § 27 gilt auch hinsichtlich der Kaisergaben.

Bei den kaiserlichen Bezirksschießen haben nur die Standschützen und die ihnen nach § 11 gleichgestellten Personen des Gerichtsbezirkes, bei den Landes-Fest- und Freischießen, welche jährlich abwechselnd zu Innsbruck, Bozen, Trient und Bregenz stattfinden, alle Standschützen und die ihnen gleichgestellten Personen beider Länder Anspruch auf die Beste aus den Kaisergaben.

Aus Landesmitteln werden angemessene Beiträge gespendet.

Außerdem werden die Landtage zur Belebung des Schießwesens überhaupt aus Landesmitteln Gelder zu Bestgaben bewilligen und sind die Gemeinden zu veranlassen ebenfalls durch Geld und Geldeswert die Abhaltung von Bestschießen zu erleichtern.