Kurztitel

Weingesetz 1999

Kundmachungsorgan

BGBl. I Nr. 141/1999 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 111/2009

§/Artikel/Anlage

§ 27

Inkrafttretensdatum

01.08.2007

Außerkrafttretensdatum

17.11.2009

Text

Besondere Bezeichnungsvorschriften

§ 27. (1) Bei Erzeugnissen sind Angaben nicht zulässig, sofern sie geeignet sind, den Verbraucher irre zu führen oder sich auf eine konkrete Krankheit beziehen.

(2) Soweit weinähnliche Getränke verkehrsfähig sind, müssen sie im geschäftlichen Verkehr mit einer Bezeichnung versehen sein, die eine Verwechslung mit Wein ausschließt und den Grundstoff erkennen lässt, der zur Herstellung verwendet worden ist.

(3) In der Etikettierung ist bei Tafelwein, Landwein und Qualitätswein, der im Inland gewonnen wurde, der Restzuckergehalt als Angabe über die Art des Erzeugnisses im Sinne von Anhang VII B Z 1 lit. a der Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 anzugeben.

(4) Die Bezeichnung “Heuriger” darf für Landwein und Qualitätswein verwendet werden, der ausschließlich aus in Österreich geernteten Trauben bereitet und in Österreich hergestellt wurde. Unter dieser Bezeichnung darf solcher Wein jedoch nur bis spätestens 31. Dezember des auf die Ernte folgenden Jahres an Wiederverkäufer abgegeben werden und bis 31. März des darauffolgenden Jahres an den Verbraucher abgegeben werden. Bei in Flaschen, Tetrapak und Sinterkeramikgefäßen abgefülltem “Heurigen” ist in der Etikettierung der Jahrgang anzugeben.

(5) Die Bezeichnung “Schilcher” darf für Landwein und Qualitätswein verwendet werden, der ausschließlich aus in der Weinbauregion Steirerland geernteten Trauben der Rebsorte “Blauer Wildbacher” bereitet und in der Steiermark hergestellt wurde.

(6) Die Bezeichnung “Bergwein” darf für Landwein und Qualitätswein verwendet werden, der ausschließlich aus Trauben von Weingärten in Terrassenanlagen oder Steillagen mit einer Hangneigung von über 26 % bereitet und in Österreich hergestellt wurde.