Kurztitel

Waffengesetz 1986

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 443/1986

§/Artikel/Anlage

§ 27

Inkrafttretensdatum

30.08.1986

Außerkrafttretensdatum

14.07.1994

Text

§ 27. (1) Faustfeuerwaffen und Munition für diese dürfen nur auf Grund eines Waffenpasses, einer Waffenbesitzkarte oder der im Abs. 2 bezeichneten Bescheinigung über die Zollgrenze eingeführt und zollamtlich zum freien Verkehr, zum Eingangsvormerkverkehr oder zum Anweisungsverfahren abgefertigt werden. Ausgenommen sind Munition mit einem Kaliber unter 6,35 mm und Knallpatronen.

(2) Verläßlichen Personen, die im Bundesgebiet keinen Wohnsitz haben, kann die für sie zuständige österreichische Vertretungsbehörde auf Antrag die Berechtigung erteilen, die für ihren persönlichen Bedarf bestimmten Faustfeuerwaffen samt Munition bei der Einreise in das Bundesgebiet oder bei der Durchreise durch dieses über die Zollgrenze zu verbringen. Die Erteilung der Berechtigung ist durch die Ausstellung einer Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 3 (Anm.: Die Anlage ist nicht darstellbar.) zu beurkunden. Die Bescheinigung ist mit einer Gültigkeitsdauer bis zu drei Monaten auszustellen.

(3) Bei der Durchführung eines Verfahrens auf Grund eines Antrages nach Abs. 2 ist das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1950 anzuwenden. Gegen die Ablehnung des Antrages ist eine Berufung nicht zulässig.

(4) Die gemäß Abs. 2 ausgestellte Bescheinigung berechtigt während der Dauer ihrer Gültigkeit auch zum Besitz der eingeführten Faustfeuerwaffen. Bei Nachweis eines Bedarfes (§ 18) kann die zuständige inländische Behörde das Führen dieser Faustfeuerwaffen erlauben. Über die Erteilung dieser Erlaubnis ist auf der Bescheinigung ein Vermerk anzubringen.