Kurztitel

Schiffahrtsanlagenverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 334/1991 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 298/2008

§/Artikel/Anlage

§ 27

Inkrafttretensdatum

28.06.1991

Außerkrafttretensdatum

27.08.2008

Text

Maßnahmen für die Radarschiffahrt im Bereich von Brücken

 

§ 27. (1) Zur Vermeidung von Störungen des Radarbildes auf Fahrzeugen ist bei der Konstruktion neuer Stahlbrücken über Wasserstraßen zu beachten:

1.

an Brücken mit geschlossener ebener Unterseite sind keine Maßnahmen erforderlich (Abb. 1 der Anlage 1); (Anm.: Anlage nicht darstellbar).

2.

an Brücken gemäß Z 1, bei denen die Randträger weit auskragender Fahrbahnen oder Gehwege höher als ein Viertel der Hauptträgerhöhe sind oder ihr Abstand vom Hauptträger größer als ein Drittel der Gesamtbreite der Brücke zwischen den Randträgern ist, sind die Stege der Hauptträger um mindestens 5 Grad aus der Lotrechten nach außen zu neigen (Abb. 2 der Anlage 1); (Anm: Anlage nicht darstellbar).

3.

an Brücken, deren Tragwerk durch mehrere Kastenträger gebildet wird, sind die innenliegenden Stege dieser Träger um mindestens 5 Grad aus der Lotrechten nach außen zu neigen (Abb. 3 der Anlage 1). (Anm.: Anlage nicht darstellbar).

(2) Sind Maßnahmen gemäß Abs. 1 Z 2 und 3 nicht möglich oder besteht die Unterseite der Brückenkonstruktion aus mehreren Einzelträgern oder aus Trägerrosten, so sind Einbauten aus elektrisch leitenden Materialien (zB Stahlbleche, Leichtmetallbleche, Lochbleche oder Gewebe aus verzinktem oder rostfreiem Stahl) gemäß Abs. 3 bis 5 als Abhilfe anzubringen. Die Maschenweite von Lochblechen und Drahtgeweben darf 15 mm nicht überschreiten. Das Verhältnis von Drahtstärke zu Maschenweite muß etwa 1:10 betragen. Die Drähte müssen miteinander verschweißt oder feuerschlußverzinkt sein.

(3) In Höhe der Konstruktionsunterkante kann eine horizontale ebene Fläche aus den in Abs. 2 genannten Materialien angebracht werden.

(4) Es können vertikale Einbauten (zB Vorhänge aus Drahtgewebe) zwischen den Längsträgern entsprechend der Abb. 4 der Anlage 1 (Anm.: Anlage nicht darstellbar) angebracht werden. Die Einbauten müssen sich auf mindestens drei Viertel der Trägerhöhe erstrecken. Sie müssen den unteren Stegbereich bis an die untere Gurtung heran erfassen.

(5) Die Wirkung der in Abs. 1 Z 2 angegebenen Neigung der Innenstege von Kasten-Längsträgern um mindestens so aus der Lotrechten kann bei einstegigen Längsträgern auch durch nachträglich an den Längsträgern angebrachte reflektierende Flächen gleicher Neigung aus den in Abs. 2 genannten Materialien erreicht werden (Abb. 5 der Anlage 1) (Anm.: Anlage nicht darstellbar). Diese Einbauten müssen sich auf mindestens drei Viertel der Trägerhöhe erstrecken. Sie müssen den unteren Stegbereich bis an die untere Gurtung heran erfassen.

(6) Die für die Schiffahrt bestimmten Durchfahrtsöffnungen von Brücken über die Fahrrinne der Wasserstraße Donau sind mit Radarreflektoren zu bezeichnen. Die Radarreflektoren müssen an Auslegern in einem solchen Abstand von der Brückenkonstruktion angebracht sein, daß sie ein getrenntes Radarbild verursachen; diese Reflektoren gelten als Schiffahrtszeichen.