Kurztitel

Gesetz betreffend die Schießstandsordnung

Kundmachungsorgan

GVBlTirVbg.Nr. 26/1913 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 191/1999

§/Artikel/Anlage

§ 27

Inkrafttretensdatum

31.05.1913

Außerkrafttretensdatum

31.12.1999

Text

§ 27.

Schützengaben.

 

Die aus der Staatskasse fließenden Bestgaben sind regelmäßige für alle k. k. Schießstände und periodische für die k. k. Landeshaupt-, Haupt- und Bezirksschießstände. Die regelmäßigen Bestgaben heißen Schützengaben und betragen für jeden Standschützen, der den im § 12, 2 und 3, vorgesehenen Pflichten nach jeder Richtung hin nachgekommen oder nach dem vorletzten Absatz des oben genannten Paragraphen befreit ist, jährlich 1 Krone 60 Heller. Von den Schützengaben muß soweit tunlich mehr als die Hälfte auf weite Distanz, das ist auf 300 bis 450 Meter (400 bis 600 Schritt) ausgeschossen werden.

Jene k. k. Schießstände, welchen ausnahmsweise keine weite Distanz zur Verfügung steht, sind verpflichtet, mit Nachbarschießständen, welche weite Distanzen besitzen, das Einvernehmen zu pflegen, damit sie wenigstens einzelne Schießübungen auf denselben abhalten können. Die Schützengaben müssen ausgeschossen werden und ist die Verwendung eines Teiles derselben für sogenannte Zierden, für Munition, Regie und sonstige Schießstandsauslagen unstatthaft.