Kurztitel

Betriebsfunkverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 264/2004 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 12/2012

§/Artikel/Anlage

§ 11

Inkrafttretensdatum

30.06.2004

Außerkrafttretensdatum

11.01.2012

Text

Äquivalente Strahlungsleistung

§ 11.

(1) Die äquivalente Strahlungsleistung wird bei ortsfesten Funkanlagen in Abhängigkeit von der wirksamen Antennenhöhe und der Geländerauhigkeit auf jenen Wert begrenzt, der zur Versorgung des Einsatzgebietes erforderlich ist. Die wirksame Antennenhöhe und die Geländerauhigkeit werden gemäß Anlage 3 “Ermittlung der wirksamen

Antennenhöhe und der Geländerauhigkeit” berechnet.

(2) Die äquivalente Strahlungsleistung darf bei analogen Übertragungsverfahren jedoch folgende Werte nicht überschreiten:

 

Frequenzbereich [MHz]

 

29,7–47,0

146,0–174,0

300,0–399,9

 

68,0–87,5

230,0–300,0

406,1–470,0

 

 

 

 

ERP [W]

wirksame Antennenhöhe [m]

50

bis 60

25

bis 10

bis 25

80

12

30

40

120

6

50

60

180

3

70

80

230

1

110

120

300

0,3

170

180

500

0,1

ab 270

ab 300

ab 900

Bei dazwischen liegenden Werten der wirksamen Antennenhöhe wird die ERP entsprechend linear interpoliert.

(3) Der gemäß Abs. 1 festgelegte Wert der äquivalenten Strahlungsleistung wird bei ortsfesten Funkanlagen in Abhängigkeit von der Geländerauhigkeit gemäß Anlage 3 korrigiert.

(4) Um 6 dB höhere Werte gelten für Funknetze, die

a)

im öffentlichen Interesse betrieben werden,

b)

zum Schutz des menschlichen Lebens dienen oder

c)

mit einem öffentlichen Kommunikationsnetz verbunden sind.

(5) Die in Abs. 2 festgelegten Maximalwerte der äquivalenten Strahlungsleistung dürfen in österreichweiten Funknetzen auf Exklusivfrequenzen, die ausschließlich von einem Bedarfsträger genutzt werden, überschritten werden, wenn die in § 9 Abs. 1 festgelegten Werte der zulässigen Störfeldstärke in der maximalen grenzüberschreitenden Störreichweite eingehalten werden.

(6) Die in Abs. 2 festgelegten Maximalwerte der äquivalenten Strahlungsleistung dürfen in bundeslandweiten Funknetzen auf Exklusivfrequenzen, die ausschließlich von einem Bedarfsträger genutzt werden, um 6 dB überschritten werden, wenn die ortsfeste Funkstelle außerhalb der in § 13 Abs. 2 jeweils festgelegten Entfernung zur Bundeslandgrenze liegt.

(7) Nach Ermittlung der ERP gemäß Abs. 2 bis 6 dürfen die Höchstwerte von 50 W bzw. 25 W gemäß Tabelle in Abs. 2 nicht überschritten werden.