Kurztitel

Bibliotheksordnung für die Kunsthochschulen

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 412/1979

Typ

V

§/Artikel/Anlage

§ 10

Inkrafttretensdatum

01.01.1980

Außerkrafttretensdatum

30.06.1999

Index

72/01 Hochschulorganisation

Beachte

Zum Außerkrafttretensdatum vgl. § 14 Abs. 2 der Universitätsbibliotheksverordnung, BGBl. II Nr. 419/1999, iVm. § 75 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Organisation der Universitäten der Künste (KUOG), BGBl. I Nr. 130/1998. Da das Außerkrafttreten danach von nicht bekannten inneruniversitären Vorgängen abhängt, wurde aus dokumentalistischen Gründen der in § 75 Abs. 3 KUOG genannte Endtermin für die Konstituierung des Universitätskollegiums als Außerkrafttretensdatum gewählt.

Text

Sonderformen der Benützung

§ 10. (1) Soweit Lehrbuchsammlungen bestehen, beträgt die Entlehnfrist für Studierende mindestens zwei, höchstens aber sechs Monate. Eine Entlehnung im Wege der Fernleihe ist unzulässig.

(2) Die im Rahmen einzelner Lehrveranstaltungen im Semester vorgesehene Literatur kann in Semesterhandapparate zusammengefaßt und in den Leseräumen zur Benützung bereitgestellt werden.

(3) Diplomanden und Dissertanten kann die Entlehnung gemäß § 6 über die Entlehnfrist des § 7 Abs. 10 hinaus, längstens jedoch bis zur Einreichung der Diplomarbeit oder Dissertation gestattet werden, soweit hiedurch der übrige Lehr- und Forschungsbetrieb nicht beeinträchtigt wird. Eine Rückforderung nach Maßgabe des § 7 Abs. 11 ist zulässig.

(4) Lehrer (§ 9 Kunsthochschul-Organisationsgesetz) können Werke, die von ihnen zur Durchführung ihrer Lehr- und Forschungsaufgaben (Erschließung der Künste) laufend benötigt werden, als Handapparat zur längerfristigen Benützung in den Räumen der Hochschule entlehnen. Die Entlehnung ist unzulässig, soweit es sich um besonders kostspielige Werke und periodische Druckschriften, deren leichte Zugänglichkeit gewährleistet ist, oder um Werke gemäß § 4 Abs. 5 handelt. Werke, deren unmittelbare und uneingeschränkte Zugänglichkeit durch Aufstellung in der Nähe der Arbeitsplätze der Lehrer gewährleistet ist, dürfen in Handapparate nur eingereiht werden, wenn eine ausreichende Anzahl von Mehrfachexemplaren vorhanden ist. Soweit Werke nur für die Durchführung bestimmter Forschungsvorhaben oder zeitlich begrenzter Lehraufgaben benötigt werden, ist die Entlehnfrist entsprechend festzusetzen; nach Abschluß dieser Forschungsvorhaben bzw. Lehraufgaben sind die Werke jedenfalls rückzustellen.

(5) Entlehner gemäß Abs. 3 und 4 sind verpflichtet, über Aufforderung der Hochschulbibliothek die entlehnten Werke vorübergehend zur kurzfristigen Einsichtnahme durch andere Benützer zurückzustellen; falls hiedurch bei Entlehnungen nach Abs. 4 die Durchführung der Lehr- und Forschungsaufgaben der Entlehner beeinträchtigt würden, sind diese verpflichtet, anderen Benützern die Einsichtnahme in die entlehnten Werke an Ort und Stelle zu gestatten.

(6) Entlehner gemäß Abs. 3 und 4 haben in angemessenen Zeitabständen eine Kontrolle durch die Hochschulbibliothek zu ermöglichen. Lehrer sind verpflichtet, den hiezu bestimmten Bediensteten der Hochschulbibliothek den Zugriff zu den entlehnten Werken zu gestatten, Diplomanden und Dissertanten haben die entlehnten Werke der hiezu bestimmten Verwaltungsstelle der Hochschulbibliothek nach Maßgabe der Benützungsordnung, höchstens jedoch einmal im Semester, zur Einsichtnahme vorzulegen.

(7) Ausnahmen von den den Vorgang der Entlehnung und der Rückstellung sowie die Entlehnfristen regelnden Bestimmungen der §§ 7 und 9 sind insoweit zulässig, als sie unbedingt notwendig sind, um Lehrern die rasche Einsichtnahme in neu erschienene Zeitschriftenhefte zu ermöglichen und ein zur Sicherstellung ausreichender Nachweis gewährleistet ist.

Schlagworte

Lehrbetrieb

Zuletzt aktualisiert am

25.10.2018

Gesetzesnummer

10009491

Dokumentnummer

NOR40056547