Kurztitel

Berufsbildende mittlere u. höhere Schulen - abschließende Prüfungen

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 116/1998 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 70/2000

§/Artikel/Anlage

§ 10

Inkrafttretensdatum

01.04.1998

Außerkrafttretensdatum

31.03.2000

Text

Durchführung der abschließenden Prüfung

 

§ 10. (1) Der Schulleiter hat die für die ordnungsgemäße Durchführung der Klausurprüfung und der mündlichen Prüfung notwendigen Vorkehrungen zu treffen.

(2) Der Schulleiter hat den Prüfungskandidaten allfällige Zuteilungsgebiete spätestens zu Beginn des letzten Semesters und die Prüfungstermine (Prüfungstag bzw. Prüfungshalbtag für die mündliche Prüfung) frühestmöglich durch Anschlag in der Schule bekanntzugeben. Sofern eine Teilbeurteilung der Klausurprüfung mit „Nicht genügend'' festgesetzt wird, ist diese Entscheidung dem Prüfungskandidaten frühestmöglich, spätestens jedoch eine Woche vor Beginn seiner mündlichen Prüfung nachweislich bekanntzugeben.

(3) In der unterrichtsfreien Zeit zwischen der Klausurprüfung und der mündlichen Prüfung im Haupttermin sind nach Bedarf Arbeitsgruppen einzurichten, an denen die Prüfungskandidaten teilnehmen können und in denen sich Lehrer und Prüfungskandidaten mit Problemen und Stoffgebieten der jeweiligen Prüfungsgebiete beschäftigen.

(4) Zur Vorbereitung auf jede mündliche Teilprüfung ist jedem Prüfungskandidaten eine angemessene Frist, mindestens jedoch 15 Minuten, einzuräumen. Zur selben Zeit darf nur ein Prüfungskandidat geprüft werden, doch kann eine mündliche Teilprüfung während der Vorbereitungsfrist anderer Prüfungskandidaten stattfinden; bei mündlichen Teilprüfungen gemäß § 9 Abs. 6 Z 2 dürfen Prüfungskandidaten, die ein (Techniker)Projekt, einen Themenschwerpunkt oder eine Projektarbeit gemeinsam erstellt haben, zur selben Zeit geprüft werden.

(5) Im Einvernehmen zwischen Prüfer und Prüfungskandidaten können Klausurarbeiten und mündliche Teilprüfungen zur Gänze oder zum Teil in einer lebenden Fremdsprache abgehalten werden.

(6) Für jede einzelne mündliche Teilprüfung ist nicht mehr Zeit zu verwenden, als für die Gewinnung einer sicheren Beurteilung erforderlich ist, höchstens jedoch 15 Minuten pro Kandidat.

(7) Der Vorsitzende der Prüfungskommission hat einen Schriftführer mit der Anfertigung eines Prüfungsprotokolles zu betrauen.

(8) Die Festlegungen der Abs. 2 bis 4 und 6 gelten an Schulen für Berufstätige nur auf Anordnung des Vorsitzenden der Prüfungskommission. Anstelle des Abs. 7 gelten für die abschließende Prüfung an Schulen für Berufstätige die Bestimmungen des § 37 Abs. 6 des Schulunterrichtsgesetzes für Berufstätige.