Kurztitel

Bangseuchen-Untersuchungsverordnung 2008

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 305/2007 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 334/2013

§/Artikel/Anlage

§ 10

Inkrafttretensdatum

01.01.2014

Außerkrafttretensdatum

31.12.2013

Text

Maßnahmen auf Grund § 11 des Bangseuchen-Gesetzes

§ 10. (1) Zeigt ein Rind Anzeichen von Verwerfen oder hat es bereits verworfen, so ist es unverzüglich aus dem gemeinsamen Stall oder von der gemeinsamen Weide zu entfernen oder, soweit dies nicht möglich ist, zumindest bis zum Vorliegen eines negativen Befundes der paarigen Blutprobe gemäß Abs. 4 abgesondert von den übrigen Rindern unterzubringen.

(2) Tote Föten und Nachgeburten sind bis zum Eintreffen des Amtstierarztes an einem Ort aufzubewahren, der eine Verschleppung ausschließt, und nach Entnahme des Untersuchungsmaterials durch den Amtstierarzt und entsprechender Desinfektion unschädlich zu beseitigen.

(3) Der Amtstierarzt hat die vom Tierhalter getroffenen Vorkehrungen zu überprüfen, eine Blutprobe des Rindes, welches abortiert hat, und sonstiges Untersuchungsmaterial (nach Möglichkeit jedenfalls auch die Nachgeburt) zu weiterführenden Untersuchungen auf Hinweise für das Vorhandensein von Bangseuchenerregern an die Untersuchungsstelle einzusenden und geeignete Desinfektionsmaßnahmen anzuordnen.

(4) Ist das Ergebnis der Untersuchung der Blutprobe nicht bangpositiv, so ist die Blutprobe nach Ablauf von zwei Wochen nach dem Verwerfen zu wiederholen (paarige Blutprobe). Ist das Ergebnis der paarigen Blutprobe sowie der Untersuchungen des Untersuchungsmaterials negativ ist der Bestand bangfrei. Ist das Ergebnis einer Untersuchung positiv gilt der Bestand als bangverseucht, ist das Ergebnis einer Untersuchung nicht eindeutig negativ gilt der Bestand als bangverdächtig. Das darf Tier bis zum Abschluss der Untersuchungen (paarige Blutprobe) weder verbracht noch geschlachtet werden.